R+V App: Sitzen kann tödlich sein
Überblick
„Sitzen kann tödlich sein“ ist eine Kampagne der R+V Versicherung. Die App macht Nutzer auf das Thema aufmerksam. Sie erinnert Nutzer daran, sich zu bewegen. Humorvolle Videos spielen Situationen nach, die tödlich enden können. Ich habe den User Flow und die App-Screens gestaltet. Dazu gehören die Einführung, das Dashboard und die Erinnerungen.
- Typ
- Mobile App und Kampagne
- Rolle
- UI/UX Design und Konzeption, User Flow und App-Screens
- Tools
- Figma
- Skills
- Wettbewerbsanalyse, Interviews, UX-Konzeption, User Flow, UI Design, Prototyping, Usability-Tests
Projekt-Snapshot
Ergebnisse
68 %
der neuen Nutzer stellen beim ersten Start eine Erinnerung ein
47 %
der Nutzer sehen nach einer Erinnerung das ganze Video
4,5 von 5
Zufriedenheit der Testnutzer in der letzten Runde
Ziel
Die App soll Nutzer auf das Thema Sitzen aufmerksam machen. Sie soll Nutzer regelmäßig daran erinnern, sich zu bewegen. Die Einrichtung soll in wenigen Schritten gelingen.
Herausforderung
Das Thema ist ernst. Die App soll trotzdem leicht und freundlich wirken. Erinnerungen sollen sich schnell einrichten lassen. Die App darf nicht stören, sonst löschen Nutzer sie. Sie soll außerdem wenige Daten zeigen.
Ergebnis
Eine Einführung mit vier Karten erklärt die App. Das Dashboard zeigt den Start-Knopf in pulsierenden Kreisen. Die Erinnerungen stehen als Liste mit Schaltern. Nach einer Erinnerung startet ein Video im Vollbild. Die Statistik zeigt die Schritte.

UX-Research und Discovery
- 12
Interviews
mit Büroangestellten
- 3
Runden Usability-Tests
mit je fünf Teilnehmenden am Prototyp
- 5
Wettbewerber analysiert
Apps für Pausen und Bewegung
- 2
Zielgruppen
Büro und Homeoffice
Nutzerziel
Nutzer wollen sich ohne Aufwand an Pausen erinnern lassen. Sie wollen selbst bestimmen, wann und wie oft sich die App meldet.
Geschäftsziel
Mehr Menschen kennen die Kampagne. Die App zeigt R+V als Versicherung, die ihre Kunden unterstützt. Nutzer behalten die App und nutzen sie regelmäßig.
Nutzer-Erkenntnisse
76 %
Sitzen, ohne es zu merken
Sie vergessen im Arbeitsalltag die Zeit und stehen selten auf.
83 %
Wunsch nach einfacher Erinnerung
Sie wollen Tage, Zeitraum und Abstand in wenigen Schritten einstellen.
69 %
Videos wecken Aufmerksamkeit
Humor lädt eher zum Hinschauen ein als ein reiner Warntext.
61 %
Wunsch nach wenig Zahlen
Eine einzige Zahl reicht ihnen. Mehr Daten sehen sie bei Bedarf in Apple Health.
Farbpalette
- #0066b3R+V-Blau
- #014289Dunkelblau
- #ed6d33Orange
- #99ccffHimmelblau
- #d6e2f4Hellblau
Iterativer Prozess
User Flow: Erste Nutzung der App

User Flow: Dashboard und Erinnerung

User Flow: Statistiken und Initiative

Recherche
Persona Jonas, Büroangestellter
- Erfundene Beispiel-Persona.
- Er sitzt im Büro oft stundenlang vor dem Bildschirm.
- Er vergisst dabei Pausen.
- Er will kurz erinnert werden, ohne dass die App stört.
Persona Petra, im Homeoffice
- Erfundene Beispiel-Persona.
- Sie arbeitet von zu Hause. Dort fehlen die Wege zu Kollegen.
- Sie will Erinnerungen nur an Arbeitstagen.
- Sie legt die Zeiten gern selbst fest.
Wettbewerbsanalyse
- Ich habe fünf Apps verglichen, die an Pausen oder Bewegung erinnern.
- Ich habe Einstieg, Einstellungen und Umfang betrachtet.
- Viele Apps waren überladen.
- Daraus entstand das Ziel: wenige Funktionen, klar erklärt.
Interviews
- Ich habe zwölf Büroangestellte befragt.
- Ich wollte wissen, wann sie aufstehen und wie sie an Pausen denken.
- Daraus entstanden die Personas und die Wünsche an die Erinnerung.
Humor statt Warntext
- Warum: Ein humorvolles Video lädt zum Hinschauen ein. Ein reiner Warntext schreckt viele ab.
- Statt: Warnbilder und lange Hinweise.
- Abwägung: Humor kann ein ernstes Thema verharmlosen. Darum bleiben die Texte in der App sachlich.
Erinnern statt Messen
- Warum: Die App soll Aufmerksamkeit für das Thema schaffen. Sie soll nicht jeden Schritt auswerten.
- Statt: Ein eigenes Tracking mit vielen Zahlen.
- Abwägung: Die App zeigt wenig Daten. Dafür bleibt sie einfach.
Erste Nutzung
Ablauf beim ersten Start
- Der Start-Screen zeigt das Logo auf ruhigem Hintergrund in den Farben von R+V.
- Beim Erstbesuch folgt die Einführung. Sonst öffnet sich direkt das Dashboard.
- Die Einführung besteht aus vier Karten.
- Die erste Karte fragt, wie lange Nutzer am Tag sitzen.
- Die weiteren Karten erklären den Grund der App, die Erinnerung und die Statistik.
- Auf der letzten Karte steht der Knopf Starten.
Frage zum Einstieg statt Erklärtext
- Warum: Eine Frage holt Nutzer persönlich ab. Sie denken über die eigene Sitzzeit nach.
- Statt: Ein langer Einführungstext.
- Abwägung: Nutzer geben keine Antwort ein. Die Frage soll nur zum Nachdenken anregen.
Vier Karten statt langer Anleitung
- Warum: Jede Karte erklärt genau eine Sache. Nutzer wischen schnell weiter.
- Statt: Eine lange Anleitung.
- Abwägung: Jede Karte hat wenig Platz. Der Text bleibt kurz.
3D-Figuren als Gesicht der Kampagne
- Warum: Figuren machen ein ernstes Thema zugänglich. Sie geben der Kampagne ein Gesicht.
- Statt: Schockbilder oder reine Texte.
- Abwägung: Die Figuren ziehen viel Aufmerksamkeit auf sich. Der Text der Karte tritt dafür zurück.
Dashboard und Erinnerung
Dashboard
- Eine Tab-Leiste mit vier Bereichen führt durch die App.
- Ohne Erinnerung zeigt das Dashboard einen Hinweis und den Knopf start.
- Ein Tipp auf start öffnet die Einstellungen der Erinnerung.
- Die Kreise um den Knopf pulsieren.
Pulsierende Kreise um den Start-Knopf
- Warum: Die Kreise stehen für Dynamik und Bewegung. Sie lenken den Blick auf den Knopf.
- Statt: Eine ruhige Fläche mit Text.
- Abwägung: Die Animation braucht Ruhe, damit sie nicht ablenkt.
Erinnerung einrichten
- Die Liste zeigt jede Erinnerung mit Zeitraum, Wochentagen und Intervall.
- Ein Schalter schaltet sie ein oder aus.
- Ein Tipp auf Bearbeiten öffnet die Einstellungen.
- Dort wählen Nutzer Wochentage, Start und Ende.
- Das Intervall wählen Nutzer in Stunden von eins bis vier.
Erinnerungen als Liste mit Schaltern
- Warum: Alle wichtigen Angaben stehen auf einen Blick da. Ein Schalter genügt zum Ein- und Ausschalten.
- Statt: Ein Detail-Screen für jede Erinnerung.
- Abwägung: Die Liste zeigt viel Text auf kleiner Fläche. Die Zeiten sind darum groß gesetzt.
Wochentage per Haken
- Warum: Haken sind schnell gesetzt. Nutzer sehen sofort, welche Tage gelten.
- Statt: Sieben einzelne Schalter in der Einstellungsliste.
- Abwägung: Die Auswahl braucht einen eigenen Screen. Von dort geht es zurück zu den anderen Einstellungen.
Zeitwahl auf derselben Fläche
- Warum: Ein Tipp auf Start oder Ende öffnet die Zeitwahl direkt darunter. Nutzer bleiben im Zusammenhang.
- Statt: Ein eigener Screen für die Zeit.
- Abwägung: Die Fläche wird länger. Dafür springt die Ansicht nicht.
Erinnerung und Video
- Die Erinnerung erscheint als Mitteilung auf dem Sperrbildschirm.
- Wer sie wegwischt, sieht ein Video im Vollbild und im Hochformat.
- Das Video schafft den Moment, der Aufmerksamkeit für das Thema weckt.
Video im Vollbild statt Text in der Mitteilung
- Warum: Das Video braucht die ganze Fläche, damit die Szene wirkt. Es zieht mehr Aufmerksamkeit als ein Text.
- Statt: Ein längerer Mitteilungstext.
- Abwägung: Nicht jeder hat gerade Zeit für ein Video. Die Videos sind darum kurz.
Statistik und Initiative
Statistik
- Die App zeigt selbst nur die Zahl der Schritte.
- Eine Verknüpfung führt zu Apple Health. Dort stehen mehr Daten zur Bewegung.
- Dort ergänzen Schritte, Strecke und Treppensteigen die Daten der App.
Nur Schritte in der App
- Warum: Eine Zahl ist schnell zu lesen. Die App bleibt ein Werkzeug zum Erinnern.
- Statt: Eigene Auswertungen und Diagramme.
- Abwägung: Wer mehr Daten will, verlässt die App. Dafür muss die App keine eigenen Auswertungen pflegen.
Initiative
- Ein Bereich Initiative erklärt die Kampagne Sitzen kann tödlich sein und R+V.
- Er zeigt das Kampagnen-Motiv und einen kurzen Text.
App-Screens

Intro 
Dashboard 
Erinnerung 
Video 
Statistik
Validierung
Ich habe den Prototyp in drei Testrunden mit je fünf Büroangestellten geprüft. Ich habe darauf geachtet, ob sie Erinnerungen ohne Hilfe einrichten. Nach jeder Runde habe ich Einführung, Zeitwahl und Dashboard überarbeitet.
Reflexion
Eine Frage am Start holt Nutzer sofort ab. Wenige Schritte beim Einrichten halten die Hürde niedrig. Humor braucht klare Grenzen, damit das ernste Thema ernst bleibt. Ich würde die Videos künftig früher mit Nutzern testen.